Jene, die nah an den Wäldern Mittelerdes wohnen, erzählen gern Geschichten von der uralten Kraft, die tief im Forst verborgen liegt; Bäume, die mit ihren eigenen Stimmen miteinander sprechen, und die sogar dabei beobachtet wurden – wenn auch nur äußerst selten – wie sie sich bewegten und nach freiem Willen umher wanderten. Viele dieser Erzählungen werden einfach abgetan als alte Märchen über den Wald, aber Abenteurer in Mittelerde täten gut daran, auf den wahren Kern der Sagen zu hören. Diese "wandelnden Bäume" gibt es tatsächlich. Obwohl jeder so einmalig ist wie die Bäume selbst, sind die meisten angeblich dick und knorrig, mit langen Ästen wie Armen, tödlichen Greifklauen aus Zweigen, und der Fähigkeit, sich sehr schnell bewegen zu können, wenn sie in Not oder Eile sind.
Wenige wissen um den wahren Ursprung der Huorns, denn diese Waldbewohner sind ohne Zweifel uralt. Manche halten sie für eine Abart der Ents, der legendären Baumhirten, mit der Zeit verwandelt, um sich den Bäumen solcher uralten Wälder wie des Fangorns weit im Osten anzugleichen. Andere behaupten, sie seien Bäume, die ein Bewusstsein erlangt hätten und den Ents der Legenden immer ähnlicher würden. Man weiß, dass Huorns die Sprache der Ents sprechen und oft Seite an Seite mit jenen Hütern des Waldes gegen die aufstrebenden dunklen Mächte kämpfen.
Woher auch immer sie stammen mögen, die mächtigen Huorns verbringen viel Zeit damit, sich wenig zu bewegen, als stille Beobachter, meist tief in der Dunkelheit der Wälder, die ihre Heimat sind. Sie sind jedoch grimmige Beschützer der alten Haine Mittelerdes und kämpfen mit ungeahnter Schnelligkeit und tödlichen Auswirkungen, wenn es gilt, ihr Land und ihre Geheimnisse aus grauer Vorzeit zu verteidigen. Während die meisten einfach nur wild und gefährlich sind, wenn die Ents sie nicht anleiten, gibt es andere, "Schwarze Huorns" genannt, die bis ins Innerste verdorben sind und allem Schaden zufügen, was auf zwei Beinen unterwegs ist.
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